Donnerstag, 19. Februar 2009

Balance der Einflussfaktoren im Projektumfeld


In einem Projektumfeld gibt es viele Einflussfaktoren: Inhalte, Strukturen, Methoden, Team, Kunde, jeder Beteiligte und auch das Umfeld aus dem wir stammen.

Jede dieser Einflussfaktoren beeinflusst den Projekterfolg maßgeblich. Wenn sich zum Beispiel ein wichtiger Projektteilnehmer außerhalb des Projektes in Konflikten befindet, kann das einen wesentlichen Einfluss auf das Projekt bedeuten.

Eine situative Balance ist notwendig. Das bedeutet: Ein Projekt unterliegt immer Schwankungen, die ausgepegelt werden sollten. Spätestens wenn ein Thema eskaliert, muss es ausgepegelt werden!

Ich begleite im Projekt-Coaching prozessorientiert, um maßgebliche Ursachen von Schwankungen auf Projekt-, Struktur-, Team-, Teilnehmerebene iterativ herauszuarbeiten, Lösungen zu finden und damit zeitgleich eine Eigenerfahrung der Beteiligten aufzubauen.

Grundsätzlich kann dies bei geringer Problemtiefe auch aus dem Projektumfeld heraus erfolgen. Wichtig ist zu beachten, dass ein Perspektivenwechsel erfolgen muss.

Zeiten wurden nicht richtig berechnetet, konnten nur geschätzt werden oder werden nicht eingehalten

Was können Sie tun? Was ist zu beachten?
Gerade bei langen Projekten ergeben sich oft Änderungen in den Anforderung. Abgleich der alten und neuen Anforderungen. Ggf. Anforderungen in Absprache rausschmeißen oder lösungsorientiert verändern. Bestimmen des Projekttyps. Was passt zu Ihrem Team und Ihnen? Was akzeptiert der Kunde? Bestimmen des Lösungsvermögens und der Ursache der Verzögerung. Einführung von Veränderungen im Dialog mit dem Kunden/Auftraggeber.

Was würde der Projekt-Coach machen?
Anforderungs-, Projekt- und Prozessanalyse. Moderation von Workshops. Coaching von Projektleiter und Team. Ziel- und Veränderungs-Coaching. Verhandlungs-Training.

Ergebnis:
Ursachen sind analysiert und neue Ziele und Handlungs-Optionen bestimmt.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Konflikte - ein MUSS?

Konflikte entstehen vereinfacht überall dort, wo Werte, Absichten, Erwartungen, Wertungen, Vorurteile, Veränderungen, Selbsterhaltung usw. konträr oder nicht abgestimmt aufeinander treffen. Für mich ist die Kernfrage nicht, dass Konflikte da sind, denn das ist etwas sehr wesentliches, sondern, wenn er aufgetreten ist, wo jeweils die Ursache liegt, und wie damit umgegangen werden kann und was der Lerneffekt ist.

Der sichtbare Streit ist nicht die Quelle, sondern die Auswirkung.

Jeder Konflikt beinhaltet grundsätzlich auch einen positiven Aspekt, er weist auf mindestens einen ursächlichen Missstand hin, der ab einem bestimmten Grad behoben werden sollte. Unabhängig vom System in dem der Konflikt auftritt, entsteht die Frage, wie damit umzugehen ist. Irgendwann ist der Konflikt so stark, dass das System - egal welches - ihn nicht mehr ignorieren kann. Die hier angesprochenen Systeme sind Organisationen, Abteilungen, Gruppen in den Aufgaben eingegeben und bearbeitet werden. Aber auch jeder Mensch kann als ein System verstanden werden.

Wie geht also ein System mit Herausforderungen wie einem Konflikt, aber auch wie mit simplen Anforderungen um?

Ein Beispiel aus dem Bereich OpenSource Software, aus dem Software wie Linux oder OpenOffice entstanden sind. Hier gibt es recht flache Hierarchien. Über Foren und Emails wird viel miteinander ausdiskutiert und entschieden. Der Projektleiter bewirbt sein Projekt und hat i.d.R. das letzte Wort über die Fortentwicklung. Wenn es einem Teilnehmer nicht mehr passt, kann er den Quellcode nehmen und sich bauen, was er für seine Bedürfnisse braucht oder sein eigenes Projekt aufmachen. Also Miteinander bis zu einer gewissen Auseinandersetzungs-Schwelle und soweit ein gemeinsames Ziel besteht, dann wird das Projektteam angepasst oder gesplittet, und neue Linien mit eigenen Fokussierungen können entstehen oder das Projekt zuckelt nur noch langsam vor sich hin und stirbt irgendwann. Die Qualität der Projektleiters, die Bewerbung, Inhalte des Projektes entscheiden mit über den Erfolg und das Fortbestehen des Projektes. Ein sehr demokratisches System mit Hierarchien und Konflikten.

Konstruktive Auseinandersetzungen sind immer auch vertrauensbildend und -fördernd. Man lernt sich dabei gut kennen und kann einander schätzen lernen.