Donnerstag, 22. Januar 2009

Wir sind Kultur oder Aktion/Reaktion/Chaos

Friedrich Nietzsche prägte den für mich wundervollen Satz: “Eine Sprache gebiert sich in Sitten und Gebräuchen“. Sprache ist etwas für uns sehr wesentliches. Wir denken in Bildern und wir denken in Worten. Wenn wir sprechen, uns mitteilen, benutzen wir Worte, die uns geläufig sind. Je nach Situation, nach Prägung, nach Vermögen, den Menschen um uns herum, sind wir selektiver oder einfacher in der Wahl. Unsere Umgebung und unser Potential beeinflusst also die Wortwahl. Die Worte die wir benutzen, beeinflussen die Empfänger unserer Botschaften und uns selber.

Passen Sie also auf, was sie sagen – es könnte zum Bumerang werden. Ganz ohne das Mitspiel anderer Menschen - Sie tun sich selber etwas an. Was Sie wissen, dass denken Sie, was Sie denken, dass werden Sie. Sie werden zu Ihren Worten und Ihrem Handeln.

Wie sieht es dann in einer Kultur aus? Wir haben unsere innere Kultur, wie wir denken, wir wir uns bilden, wie wir uns pflegen und wie wir uns Schlechtes antun. Dann gibt es die Kultur der Zusammenschlüsse gemeinsamer Interessen, von Organisationen, die eines Landes. Je nach Stellung beeinflussen wir oder werden beeinflusst. Wenn wir das wollen. Und wenn wir es nicht wollen, passiert es trotzdem. In beide Richtungen. Vielleicht dann ganz anders, als (nicht) gewollt. Denn, es passiert immer etwas. Immer gilt Aktion/Reaktion.

Prägt die Kultur den Menschen oder der Mensch die Kultur? Ein Henne-Ei Problem. Beide können nicht ohne einander und bewegen sich auf einander zu. Doch wer setzt wirklich das unverrückbare Ziel? Wo ist die Aktion und wo die Reaktion? Und ist nicht die Reaktion schon die Aktion der nächsten Ebene?

So könnte es heißen: „Eine Kultur entsteht in Handeln und Denken und Sprechen“

Es könnte aber auch heißen: „Wir sind Kultur“

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